Dienstag, 7. Mai 2013

Und nochmal eine Weste

Endlich kann ich sie euch zeigen, die Weste, die mich Zeit und Nerven gekostet hat, von der mein Mann glaubte, dass er sie nie bekäme und mir auch manche verbale Neckerei einbrachte, lach.

Hier trifft auch zu: " Was lange währt, wird endlich gut" .

Angefangen hatte ich sie ursprünglich im Januar 2012

Die Wolle kaufte ich nach der schon etwas älteren Anleitung, 600 g wie angegeben. Doch mittlerweile hatte sich die Zusammensetzung der Originalwolle geändert. Der Name war geblieben, aber  die Qualität nicht. Sie war etwas dicker, statt 135 m LL nur noch 95 m LL auf dem 50 Gramm Knäuel.
Ja, hätte ich das vorher kontrolliert, wäre mir klar gewesen, dass ich dann mit den  600 g gar nicht hinkommen kann. Aber der gleichgebliebene Garnname weckte in mir keinen Verdacht.
Also nadelte ich munter drauf los. Doch mit Beendigung des Rückenteils zeigte sich, dass die Wolle nicht reichen würde. Und erst da fiel mir die Lauflängendifferenz auf. Kein Problem, ordert man halt zwei Knäulchen nach. Aber.......
Die Wolle ist zur Zeit nicht lieferbar. Na ja, dann wartet man halt noch etwas, zwischenzeitlich war ja auch schon Frühjahr, die Weste nicht mehr so dringend. Kein Problem. Aber ........
nach einem Monat immer noch nicht lieferbar, nach zwei Monaten nicht lieferbar, nach drei Monaten: ausverkauft, das Garn wird aus dem Sortiment genommen.

Erstmal verging mir da die Stricklust, denn die Weste mit den vielen Zöpfen ist aufwendig. 

Was tun? Alles aufziehen und eine neue Weste daraus stricken, für den Sohn in einem einfachen rechts-links Muster, denn dafür reichte die Garnmenge. Aber so richtig Freude kam bei mir keine auf. Irgendwie war ich gefrustet, und so zog sich auch das Projekt in die Länge.




Einen neuen Versuch wagte ich dann im Winter. Eine ähnliche Qualität fand ich im Garn Nora von Fischerwolle. Die LL war nicht genau identisch, aber sicherheitshalber bestellte ich einen Knäuel mehr. Das sollte ja langen.

Aber damit ist es noch nicht zu Ende. Nein, denn..........
Arm- und Halsblenden wurden separat gestrickt und angenäht. Und ausgerechnet beim letzten Armbündchen reichte es nicht mehr. Oh Schreck, nicht schon wieder, denn ob ich jetzt nochmal die gleiche Farbpartie bekäme?

Nachbestellen war kein Problem, die Wolle war noch lieferbar, und auf Anfrage bekam ich auch die gleich Farbpartie zugeschickt.  Schnell und unkompliziert, so dass die Westengeschichte doch noch ein gutes Ende gefunden hat, freu.

Damit das Muster besser rauskommt, habe ich mal mit Blitzlicht fotografiert.



Die Farbe entspricht allerdings eher dem oberen Bild. Ich kann euch sagen, so schnell strickte sie sich nicht, denn das abwechslungsreiche Muster und das fast schwarze Garn forderten meine Augen ganz schön heraus.:-)

Ja, und danach gönnte ich mir mal eine schnelles Teil, die Weste, die ich euch ja schon gezeigt habe. Das war dann eine Wohltat. 
Ach ja, mein Mann hat sich jedenfalls gefreut, getragen hat er sie auch schon und.......
als Dankeschön gab es eine Einladung zum Essen.

Kommentare:

  1. Da kann Dein Mann sich glücklich schätzen,
    mit so vielen schönen Zöpfen!!!!

    ;-)))

    Liebgruß,
    Tiger
    =^.^=

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  2. Bohhhhh, das ist aber chick, und lasse dein Mann eben reden, er hatte doch jetzt etwas bekommen wat kein ander hat ;)) männer haben immer was ze meckeren, selber stricken können se doch nicht ;)) schönnnnnnnn!

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  3. Wow Andrea, ein feines Teil ist Dir da von der Nadel gehüpft, die Mühe hat sich wohl gelohnt und Männe darf stolz auf Dich sein!
    Grüßle und eine angenehme Woche
    Crissi

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Danke für euren lieben Worte.