Sonntag, 27. September 2009

Rosenquilt

Wie viele andere Leute, habe auch ich dieses Jahr mit guten Vorsätzen gestartet. Einer davon war an der Abarbeitung meines Ufo-Stapels zu arbeiten, von "NZM (noch zu machenden) - Projekten" mal abgesehen.



Nun ist mein Rosenquilt fertig geworden, nach einer Anleitung von Papillon. Das Top war an einem Nachmittag entstanden, aber dann lag es erstmal.... Es fehlte mir der passende Randstoff, dann geriet es etwas in Vergessenheit....... Irgendeine Ausrede findet sich ja immer, grins. Bei meiner alljährlichen Nähzimmeraktion fiel es mir dann wieder in die Hände. Der passende Stoff war mittlerweile längst gekauft, Vlies und Rückseitenstoff ebenfalls und keine Ausrede in Sicht, seufz. Also habe ich die letzten Abende fleißig mit der Maschine gequiltet und nun freue ich mich über das Ergebnis.
Das Top meines Streifenrestequilts ist nebenbei auch fertig geworden. Heute abend will ich ihn heften und dann auch gleich in den nächsten Tagen quilten, denn meine Jelly Quilts warten schon...

Ach ja, somit habe ich nur noch 3 UFOs und 4 WIPs, lach.

Dienstag, 22. September 2009

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
noch träumen Wald und Wiesen;
Bald siehst du, wenn der Schleier fällt,
den blauen Himmel unverstellt,
herbstkräftig die gedämpfte Welt
in warmem Golde fließen.

Eduard Mörike

Freitag, 18. September 2009

Herbstliche Deko

Bei diesem schönen Septemberwetter genoß ich gestern die sonnigen Stunden bei einem kleinen Spaziergang durch Wald und Feld. Ein bisschen "Deko" sammelte ich unterwegs, um mir daraus einen herbstlichen Kranz zu stecken.


Als Rohling dient mir, alle Jahre(szeiten) wieder, ein Strohkranz, den ich diesmal mit Dschungelgras und Moos reichlich besteckt habe. Waldreben und Hagebutten sowie Hortensienblüten und Lampionblumen aus dem Garten vervollständigen das Bild. Nun ziert mein Herbstkranz den Wohnzimmertisch.

Dieses hübsche Vogelhäuschen habe ich mir als kleines "Urlaubssouvenir" von unserem Inselurlaub mitgebracht. So richtig gefallen hat es mir nicht. Irgendwie war es unvollständig. Da fielen mit die beiden Porzellanvögel aus meinem Setzkasten ein. Das gibt doch gleich ein anderes Bild, und nun habe ich dort wieder freien Platz für meine Fingerhüte, freu.

Dienstag, 15. September 2009

Neues Buch - neue Projekte

Jelly Rolls sind ja zur Zeit recht aktuell und überall auf Messen und Stoffmärkten begegnet man diesen Stoffrollen. Klar das es natürlich direkt dazu die passende Lektüre gibt. Dieses schöne Buch habe ich mir vor einigen Tagen zugelegt.


Mein Stofffundus (ehrlich mir drei f) wartet darauf reduziert zu werden, daher wollte ich mal ein Buch mit reinen Streifenquilts um mich in der Streifen-Reste-Kiste richtig austoben zu können.

Dieses beiden Projekte stehen nun auf meiner Liste ganz oben. Den Ninepatch arbeite ich allerdings in blau und cremefarbenen Tönen, der andere wird ein Weihnachtsgeschenk und soll auch in solchen Erdfarben genäht werden.

Eigentlich gibt es in diesem Buch keinen Quilt der mir nicht gefällt (vorausgesetzt man liebt Streifen).
So in ca. 100 Jahren werde ich dann alle meine "Lieblings-Projekte" in die Tat umgesetzt haben. Ich fange schon mal an fleißig "Sushi" zu essen, denn gemäß einem Artikel in der hiesigen Zeitung hat in Japan der Verein der über 100 - Jährigen mittlerweile ca. 43.000 Mitglieder (kein Witz), was man auf den großen Verzehr von Rohfisch zurückführt. Also auf , keine Mühen gescheut um die Chancen zu erhöhen alle Wunschprojekte verwirklichen zu können, lach.
Euch allen eine schöne Woche

Sonntag, 13. September 2009

Wie wahr.....(manchmal)

Mutterfreuden sind die Freuden, die eine Frau empfindet, wenn alle Kinder im Bett sind.

(unbekannt)

Donnerstag, 10. September 2009

Kultur-Taschen

Zwei kleinere Nähprojekte sind jetzt endlich fertig geworden. Unser Jüngster wünschte sich für seine Klassenfahrt eine Kulturtasche aus Jeans und " bitte ohne Schnörkel, dass ist echt uncool". So entstand eine einfache Tasche zum Aufhängen in Abwandlung zu meiner großen. Die habe ich aus selbstgefärbter Bettwäsche nach einer Anleitung von Homepatchwork gearbeitet. Allerdings habe ich die Einteilung für meine Bedürfnisse abgeändert und alles mit Lamifix überzogen. Denn so wie ich mich kenne, das nächste Shampoo kleckst bestimmt....





Tja und dann kam ich doch ins Grübeln.... Wieso heißt es eigentlich Kulturtasche, Kulturbeutel.....????? Vielleicht weil es ein Stück Kultur ist, sich waschen zu können, zu dürfen... (Pupertierende sehen das wahrscheinlich ganz anders).
Oder.... weil für uns als "Kulturvolk" das Waschen zu unserer "Kultur" gehört, was wiederum die Frage aufwirft, ob es andere Völker gibt, die sich nicht waschen, weil sie kein Kulturvolk sind oder sich nicht so nennen dürfen, weil sie sich nicht waschen??? Ich persönlich finde ja den Ausdruck Reise-Necessaire irgendwie "vornehmer". Da kann man so schön mit einem Fremdwort glänzen, es gepflegt in eine Unterhaltung einfließen lassen und den Eindruck vermitteln, man wäre eine "Frau von Welt", lach. Lange Rede, kurzer (Un)Sinn; ich recherchierte dann mal im Internet und stieß auf verschiedene Aussagen: 1. Die Kultur-Tasche beinhaltet Dinge, die ein kultivierter Mensch benutzt (na ja, Pupertierende ausgenommen). 2. Das Wort leitet sich ab von "Körperkultur". 3. Das Wort Kultur kommt aus dem lateinischen und bedeutet "pflegen" siehe auch wikipedia. Eine 100%ige Antwort fand ich zwar nicht was die "Kultur-Tasche" betrifft, aber ich denke in den letzten beiden Punkten wird wohl der Ursprung zu finden sein. Soll mal einer sagen, das Patchwork und Nähen "nur" ein bisschen "handarbeiten" sind. .... Nein, es bildet auch ungemein.... In diesem Sinne euch allen einen schönen "bildungsreichen" Tag.

Dienstag, 8. September 2009

Der Axtdieb

Der Axtdieb - eine kleine Geschichte über Vorurteile
Ein Mann fand eines Tages seine Axt nicht mehr. Er suchte und suchte, aber sie war verschwunden.
Der Mann wurde ärgerlich und verdächtigte den Sohn seines Nachbarn, die Axt genommen zu haben.
An diesem Tag beobachtete er den Sohn seines Nachbarn ganz genau. Und tatsächlich: Der Gang des Jungen war der Gang eines Axtdiebes. Die Worte, die er sprach, waren die Worte eines Axtdiebes. Sein ganzes Wesen und sein Verhalten waren das eines Axtdiebes.
Am Abend fand der Mann die Axt durch Zufall hinter einem großen Korb in seinem eigenen Schuppen.
Als er am nächsten Morgen den Sohn seines Nachbars erneut betrachtete, fand er weder in dessen Gang, noch in seinen Worten oder in seinem Verhalten irgend etwas von einem Axtdieb.
(Aus dem Chinesischen nach Lao Tse, gefunden in: Gelassenwerden. - Herder, 1996)

Herzbeutel

Immer wieder gerne verschenke ich sie als kleines "Mitbringsel" oder
"Geburtstagskleinigkeit". Sie sind einfach und relativ schnell zu nähen, man kann viele Stoffkombinationen ausprobieren und sie bereiten einfach Freude. Wer möchte nicht ein "Herz" geschenkt bekommen? Diese Woche hatte eine ganz liebe Freundin mal eine kleine Aufmunterung nötig, und so hat der rote Herzbeutel als "Trostpflästerchen" eine neue Funktion bekommen. Die Anleitung für die "Einkaufstasche mit Herz" gibt es zum kostenlosen Download bei Sulky.

Donnerstag, 3. September 2009

Als Gott die Mutter erschuf

Als der liebe Gott die Mutter schuf, machte er bereits den sechsten Tag Überstunden. Da erschien der Engel und sagte:" Herr, Ihr bastelt aber lange an dieser Figur." Der liebe Gott sprach:" Hast Du die speziellen Wünsche auf der Bestellung gelesen? Sie soll vollwaschbar, darf aber nicht aus Plastik sein. Sie soll 160 bewegliche austauschbare Teile haben. Sie soll von Essensresten und schwarzem Kaffe leben können. Sie soll einen Schoß haben, den man nicht mehr sieht, wenn sie aufsteht. Ihr Kuss soll alles heilen, vom Beinbruch bis zum Liebeskummer. Sie soll sechs Paar Hände haben." Da schüttelte der Engel verwundert den Kopf und sagte:" Sechs Paar Hände? Das wird kaum zu machen sein, oder?" "Die Hände machen mir kein Kopfzerbrechen," sagte der liebe Gott. "Aber die drei Paar Augen, die eine Mutter haben muss!" "Gehören die zum Standardmodell, " fragte der Engel. Der liebe Gott nickte. "Ein Paar, das durch geschlossene Türen blickt, während sie fragt:" Was macht ihr Gören denn da drin?", obwohl sie es längst weiß. Ein zweites Paar im Hinterkopf, mit dem sie sieht, was sie nicht sehen soll, aber wissen muss. Und natürlich noch dieses Paar hier vorn, aus denen sie ein Kind ansehen kann, das sich unmöglich benimmt, und die sagen:" Ich verstehe dich und habe dich sehr lieb", ohne dass sie ein einziges Wort spricht." "O Herr", sagte der Engel und zupfte ihm leise am Ärmel. "Geht schlafen, macht morgen weiter." "Ich kann nicht", sprach der liebe Gott, "denn ich bin nahe dran, etwas zu schaffen, das mir einigermaßen ähnelt. Ich habe bereits geschafft, dass sie sich selber heilt, wenn sie krank ist, dass sie eine sechsköpfige Familie mit einem Pfund Gehacktem satt bekommt und einen Neunjährigen dazu bewegen kann, sich unter die Dusche zu stellen."Der Engel ging langsam um das Modell der Mutter herum "Zu weich", seufzte er."Aber zäh", sagte der liebe Gott energisch. "Du glaubst gar nicht, was diese Mutter alles leisten und aushalten kann.""Kann sie denken?" "Nicht nur denken, sondern sogar urteilen und Kompromisse schließen", sagte der Schöpfer. Schließlich beugte sich der Engel vor und fuhr mit einem Finger über die Wange des Modells. "Da ist ein Leck", sagte er. "Ich habe Euch ja gesagt, Ihr versucht zu viel in dieses Modell hineinzupacken." "Das ist kein Leck", sagte der liebe Gott, "das ist eine Träne.""Wofür ist die?" "Die fließt bei Freude, Trauer, Enttäuschung, Schmerz, Verlassenheit und Stolz" "Ihr seid ein Genie", sagte der Engel. Da blickte der liebe Gott traurig. "Die Träne", sagte er, "ist nicht von mir."

Epilog aus "Vier Hände und ein Herz voll Liebe"Erma Bombeck